WIE ARBEITE ICH?

Ich arbeite vor dem Hintergrund der INTEGRATIVEN GESTALTTHERAPIE. Die Arbeit basiert in erster Linie auf der intensiven Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung der beratenden Person. Näheres zu mir findest Du HIER. Vor diesem Hintegrund arbeite ich mit verschiedenen wissenschaftlich basierten Methoden aus der Systemischen, Verhaltens- und Körpertherapie, die ich ganz individuell und situationsbedingt anwende.

ANWENDUNGSBEREICHE/

SCHWERPUNKTE


UNSICHER, OB ES DAS RICHTIGE FÜR DICH IST?

1. UMBRÜCHE UND KRISEN

Länger und kurz anhaltende Krisen // Konfliktlösungen finden // Stärkung der Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit // Annahme oder Änderung von Einstellungen, Haltung und Verhalten


2. NEUE PERSPEKTIVEN UND VERÄNDERUNG

Unterstützung und Entfaltung der Persönlichkeit // Schärfung des Verantwortungsbewusstsein für sich, Mitmenschen und die Umwelt // Selbstbestimmter Leben


3. LEBENSFREUDE

Entfaltung der Erlebnis- und Ausdrucksmöglichkeiten und der Beziehungsgestaltung // Ausweiten der Empathie, Sensibilität, Expressivität und Kreativität


4. LEBENSZIELE UND SINN

Mehr Zugang zur eigenen Intuition // Entwicklung von Visionen


WAS IST GESTALTTHERAPIE?

Gestalttherapie ist ein vielschichtiger und ganzheitlicher Ansatz, bei dem Emotionen, Gedanken und Körpersprache in den Prozess einbezogen werden.

Ziel ist es, Deine Selbstregulierungs- und Selbstheilungsprozesse zu aktivieren und Deine Selbstverantwortung zu erfahren. Dadurch stellt sich automatisch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit ein.

VERHÄLTNIS VON BERATERIN UND KLIENT*IN

In der Gestalttherapie wird davon ausgegangen, dass Du Expert*in Deiner selbst bist. Deswegen findet der Kontakt zwischen uns auf Augenhöhe statt. Ich sehe mich als Begleiterin, die durch ihre Präsenz, Wertschätzung, Wertfreiheit, Empathie und Interesse Raum und Rahmen für Deinen Prozess gibt.

HIER UND JETZT

Ausgangspunkt für die Gestalttherapie ist das Hier und Jetzt. Die Vergangenheit ist nur insofern bedeutsam, als dass sie Deine aktuellen Empfindungen, Entscheidungen und Automatismen beeinflusst. Da alles Denken und Empfinden immer nur in der Gegenwart geschieht, werden auch Erlebnisse aus der Vergangenheit in die Gegenwart gebracht, um sie im Hier und Jetzt zu erforschen, nicht zu analysieren.

PROZESS DER GESTALTTHERAPIE

 

In der Gestalttherapie wird mit Verhalten, Gefühlen, Körpersprache und Gedanken experimentiert und geforscht. Dabei werden alle Erfahrungsebenen mit einbezogen. Das kann ein freud-, humorvoller und kreativer aber auch herausfordernder Prozess sein.

 

Am besten lernst Du Gestalttherapie kennen, indem Du es erfährst. Das spricht für sich.

 

Wenn du dir aber immernoch nicht so richtig was drunter vorstellen kannst, hier ein tiefere Einblick in meine Arbeit:

 


GESTALTTHERAPIE KONKRET

 

Ausgangspunkt für die Arbeit sind wie oben erwähnt, die unterstützende Präsenz der Beraterin und die ganzheitliche Arbeit in der Gegenwart. Im Folgenden stelle ich einige Techniken vor, mit denen ich vor diesem Hintergrund arbeite.

 

ARBEIT MIT STELLVERTRETER*IN

Eine Methode, mit der ich häufig arbeite. Dabei berichtest Du mir von einer Sache, der du gerne auf den Grund gehen würdest. Dann nehme ich Deine Rolle ein und bewege mich in der Regel durch den Raum. Ich teile mit, was ich in der Rolle empfinde und erfahre. Du nimmst aktiv an dem Prozess teil, in dem du Fragen an mich richtest, die ich beantworte.

 

Durch den Blick von außen auf das, was sich zeigt, kannst du Dein Anliegen aus einer gewissen Distanz und einem neuen Blickwinkel betrachten.


Eine stellvertretende Rolle kann auch durch einen leeren Stuhl, ein Kissen oder einen anderen Gegenstand eingenommen werden. Dabei kannst du auch selbst die andere Rolle einnehmen, indem du dich beispielsweise auf den Stuhl setzt und dich selbst in die Rolle einfühlst.


Beispiel: Klientin X hat ein Problem mit ihrer Chefin. Ich nehme die Rolle der Klientin vor dem Hintergrund ihrer Schilderungen ein. Ich bewege mich durch den Raum und fühle eine Aufregung, die ich äußere. Die Klientin fragt mich, ob ich wisse, warum ich aufgeregt bin. Ich erwidere, dass ich das Gefühl habe, etwas verstecken zu müssen. Ich kauere mich auf dem Boden zusammen und fühle dadurch noch mehr Aufregung etc.

WAHRNEHMUNGSÜBUNGEN

Als Beispiel dient hierfür eine Übung, mit der ich arbeite um verschiedenen Stimmen und Empfindungen in dir Raum zu geben. Ich nenne sie Herz-Kopf-Bauch.

Bei der Übung schließt du die Augen und fühlst dich ausgehend von einer Frage, eines Problems oder der jetzigen Stimmung in die jeweiligen Körperteile ein.

Ich spreche die verschiedenen Körperteile an, gebe ihnen Raum sich zu äußern und lasse sie untereinander in einen Dialog treten.

Beispiel: Klient X überlegt, ob er den Job kündigen soll oder nicht. Sein Herz sage eigentlich Ja, aber trotzdem zögere er. Ich frage den Kopf, wie es ihm mit dieser Frage geht. Klient X antwortet aus der Perspektive des Kopfes: „Ich bin total gestresst und habe Angst vom Herzen überrannt zu werden. Ich habe das Gefühl, ich muss immer alles im Blick behalten, weil sonst alles außer Kontrolle gerät und wir am Ende ohne Geld dastehen. Ich mache mir einfach Sorgen um die finanzielle Zukunft und kann mit so viel Unsicherheit nicht umgehen.“ Im weiterenn Verlauf  entwickelt sich ein Dialog zwischen Kopf, Herz und Bauch, die Verständnis füreinander und gemeinsam einen Plan entwickeln.

WAHRNEHMUNGEN STEIGERN

Die Erforschung und Wahrnehmung von unbewussten Automatismen im Denken, Fühlen und Handeln führt in der Regel zu mehr Klarheit. Dabei kann die Verstärkung von bestimmten Aspekten hilfreich sein.

Beispiel: Während Klient X berichtet, dass er sich über seine Freundin ärgere, fasst er sich mit einer Hand an den Hals. Ich bitte ihn, die Geste zu wiederholen und auf begleitende Gefühle zu achten. Er berichtet, dass es sich anfühle, als würde ihm eine Schlinge um den Hals gelegt werden. Seine Freundin wolle sein Leben kontrollieren, was ihm die Luft zum Atmen nehme. Wir arbeiten auf der Ebene des Körpers weiter und er wird sich in dieser Sitzung über Intensität der Gefühle und die Dynamik in seiner Beziehung bewusst.

 

ACHTSAMKEIT FÜR EMPFINDUNGEN

Der Körper drückt Gefühle durch Symptome wie Herzklopfen, Verspannungen, Atemnot etc. aus. Häufig versuchen wir diese zu unterdrücken oder zu verstecken. In der Gestalttherapie geht es darum, dem Körper zuzuhören.

Beispiel: Klientin X erzählt von einer Sache, die Emotionen in ihr hervorrufen. Ich richte die Aufmerksamkeit immer wieder auf ihren Körper: „Was fühlst du gerade? Wie fühlt es sich an, wenn du so stehst? Gibt es einen Impuls Deines Körpers?“

FANTASIEREISEN UND VISUALISIERUNGEN

Das Unbewusste ist ein Ort vielfältiger Erfahrungen und Intuitionen. Fantasiereisen können ein hilfreicher Zugang dazu und eine Quelle für intuitive Ratschläge sein.

Beispiel: Die Fantasiereise wird eingeleitet, indem sie der Aufmerksamkeit auf Deine Empfindungen lenkt. Wie fühlt sich der Boden unter dir an? Dein Atem? Dann begibst du dich auf eine kleine angeleitete Fantasiereise. Ziel ist in diesem Fall ein Berggipfel, wo du dich selbst als alte Person triffst. Du stellst Deinem alten Ich eine Frage. Mit den Erfahrungen der Reise wird in der weiteren Sitzung gearbeitet.

JA, ABER ONLINE?!

Ich biete Sitzungen in meiner Praxis in Berlin Neukölln und online an und mache die, für mich selbst etwas überraschende, Erfahrung, dass auch Online-Sitzungen eine sehr intensive, tiefe und berührende Arbeit ermöglichen. Auch Klient*innen, die zunächst sehr skeptisch sind, sind erstaunt, wie gut die Online-Arbeit für sie funktioniert. Vielleicht ist dabei ein Pluspunkt, dass Du Dich in Deiner vertrauten Umgebung so einrichten kannst, dass Du Dich wohl und sicher fühlst; Deinen Lieblingtee kochen und Dich nach der Sitzung hinlegen kannst.

Ich arbeite mit professioneller Technik und kann damit einen guten äußeren Rahmen für Sitzungen schafffen.


Klientin: „Auch wenn ich anfangs Online-Sitzungen skeptisch gegenüberstand, war ich doch erstaunt, wie berührend und tief das Erleben sein kann."